Der demografische Wandel ist nicht aufzuhalten

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FDP rückt Pflege, Versorgung und Teilhabe in den Mittelpunkt

Mit Blick auf die Kommunalwahl am 15. März stellt die FDP Neu-Anspach soziale Themen stärker in den Mittelpunkt ihrer politischen Arbeit. Im Fokus stehen vor allem der Ausbau von Pflegeangeboten, die Sicherung der medizinischen Versorgung sowie mehr Barrierefreiheit und Teilhabe für ältere und eingeschränkte Menschen.

Ein zentrales Thema für die Liberalen bleibt die Pflegeinfrastruktur in der Stadt. Seit der Schließung des Hochtaunusstifts sieht die FDP hier dringenden Handlungsbedarf. „Neu-Anspach benötigt perspektivisch rund 200 bis 250 Pflegeplätze. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch – und oft eine Familie, die wohnortnahe Pflege braucht“, sagt FDP-Ortsvorsitzender Stefan Ziegele.

Die Partei unterstützt sowohl den Wiederaufbau des Hochtaunusstifts als auch zusätzliche Projekte wie den geplanten Pflegecampus Kleeblatt. Gleichzeitig sieht Ziegele Chancen, Pflege-, Therapie- und Gesundheitsangebote künftig stärker zentral in der Stadt zu bündeln, etwa im Zuge der Entwicklung der Neuen Mitte.

„Neben stationären Angeboten wollen wir vor allem pflegende Angehörige stärker entlasten.“, sagt der Wahlkandidat Bertram Springer. „Eine wichtige Rolle spielen dabei Tagespflegeangebote sowie zusätzliche Unterstützungsstrukturen für ältere Menschen, die weiterhin zuhause leben möchten.“

Auch die medizinische Versorgung bleibt aus Sicht der Liberalen eine zentrale Zukunftsaufgabe. Angesichts der alternden Bevölkerung fordert die FDP eine stärkere Berücksichtigung demografischer Verschiebungen in der Bedarfsplanung für Haus- und Fachärzte. Kommunen könnten hier durch frühzeitige Gespräche zur Sicherung von Praxisnachfolgen beitragen.

Beim Thema Lebensqualität im Alter setzt die FDP zudem auf Prävention und Bewegung. Die starke Vereinsstruktur in Neu-Anspach sei dabei ein wichtiger Baustein. Gleichzeitig sollen Bewegungsangebote – etwa rund um das Waldschwimmbad – gezielt für ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen ausgebaut werden.

Mit Blick auf eine zunehmende Hitzebelastung fordert die FDP ein kommunales Hitzeschutzkonzept mit mehr Beschattungsflächen, Grünzonen und Kühlmöglichkeiten im öffentlichen Raum, wie sie auch schon im Masterplan der Stadt vorgesehen sind.

Weitere Schwerpunkte setzt die Partei bei Barrierefreiheit und Mobilität. „Der VdK hat mit dem Stadtführer „Barrierefreies Neu-Anspach 2023“ einen Goldstandard gesetzt“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Stefan Sterzbach. „Dokumentieren allein reicht aber nicht aus – wir begrüßen den Abbau baulicher Hindernisse im Alltag, die mögliche Einführung eines Barrieremelders sowie die Entwicklung einer Neu-Anspach-App.“ Zudem unterstützt die FDP die Einführung eines Seniorenbusses, um insbesondere mobilitätseingeschränkten Menschen mehr Teilhabe zu ermöglichen.

Bei Baumaßnahmen spricht sich die FDP dafür aus, Barrierefreiheit frühzeitig stärker zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang will die Partei auch die Beteiligung von Sozialvertretungen bei Bauplanungen erneut auf die politische Agenda setzen.

Neben sozialen Themen betont die FDP die Bedeutung einer starken lokalen Wirtschaft für den sozialen Zusammenhalt. Sie sei Grundlage für sichere Arbeitsplätze, stabile Einkommen und die Finanzierung sozialer Leistungen. „Soziale Sicherheit funktioniert nur dauerhaft mit einer starken wirtschaftlichen Basis. Deshalb brauchen Unternehmen bei uns vor allem verlässliche Rahmenbedingungen statt immer neuer Bürokratie“, so Ziegele. Im Gegenzug sehen die Liberalen zusätzliche Chancen für rüstige Senioren, im Ruhestand freiwillige Beschäftigungsmöglichkeiten direkt vor Ort zu finden.